HomöopathieSachen

Ohrenkrebs

Manche springen aus 38000 Meter Höhe in das Nichts und brechen damit Rekorde. Ich breche auch Rekorde, allerdings in anderer Manier. Heute kann ich über den kürzesten Hausbesuch ever berichten:

Ich bin am frühen Abend  im Kölner Süden angekommen. Dort sitze ich ein paar Minuten alleine mit der Mutter am Küchentisch, als die dreijährige Hauptperson an Omas Hand dazu kommt. Christoph ist müde und beginnt mit müdem Gegreine: Hunger, Durst. Steigert sich dann allerdings schnell in wütendes  Schreien. Und er schreit. Schreit und schreit.

Ich brüll die Mutter freundlich an, die Mutter versucht durch das Gebrüll des Kindes zu schreien. Nichts geht mehr.

Süßigkeiten, die könnten doch hier mal helfen!  Die Mutter zählt auf: Gummibär, Schokolade, Milchschnitte, Apfel, Banane, Tee, Orange. Bähhhhhhhhhh……uhuhuhuhuh, tobt er.

Ja, was will er denn, der Christoph? Er will einen Nucki. Den rohohoten. Nuhuhur den ROO-HOO-HOTEN, wenn’s recht ist. Ist uns recht. Er bekommt den Roten. Um gleich darauf unter dem Nucki zu brüllen: Schuhe aus. Er will die Schuhe aus haben und dann die grünen Socken anziehen. 

Beide verschwinden im Kinderzimmer. Ich sitze ratlos vor meiner Karteikarte, meine Ohren klingeln und ich verstehe meine Gedanken nicht mehr. Ich habe Tinnitus, Ohrenkrebs oder was anderes Schlimmes. Und Christoph brüllt. Brüllt durch Türen und Wände und Schränke bis die Tassen klirren.

Und dann, ja dann weiß ich plötzlich, was der Knabe für ein Medikament braucht. Nicht wegen des Trotzes, darum bin ich nicht hier. Ich bin hier, weil Christoph andere körperliche Probleme hat. Aber dieser Trotz, der nasse Kopf Sekunden, nach dem er begonnen hatte zu schreien, die Eigenwilligkeit, das ganze Verhalten…er braucht Calcium carbonicum. Klare Sache. Ich schaue kurz in die Karte und die Calcium Symptome aus der vergangenen Zeit stürzen sich in meine Augen und rufen: „Jetzt erst siehst Du uns? Mann, du hast ja Bretter vor den Augen gehabt.“ 

Ich stehe auf, packe meine Karteikarte ein. Gehe ins Kinderzimmer und sage: Ich bin dann schon wieder weg. Keine Sorge, alles ist gut. Wir telefonieren Morgen noch mal. Das gibt hier heute nichts mehr.“

Insgesamt war ich 10,5 Minuten anwesend in der Familie. Absoluter Rekord.

Am nächsten Tag haben wir telefoniert. Der Knabe hat sich beruhigt,  nachdem ich gegangen war und gefragt:“Wo ist die große blonde Frau hin? Kommt die noch mal wieder? Ist die mein Freund?“

Na, Christoph, das überlege ich mir aber noch mal. Wenn meine Ohren nicht mehr klingeln und ich meinen Gedanken wieder zuhören kann.

 

Ein Kommentar zu “Ohrenkrebs

  1. Hi ich verstehe die geschichte nicht ganz aber naja ich glaube habe auch ohrenkrebs aber bin mir nicht sicher habe auf einem ohr ohrenschmerzen aber keine krippe weder noch ein anzeichen darauf bind gespand was das ist wünsch dir und den kleinen alles gute der welt !

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